Maria Baumgartner

Ihre Objekte sind wie dreidimensionale Bilder – ein fließender Übergang von Gefäß, Hohlraum und Skulptur gründet auf intensiver Beschäftigung mit Raum-Dynamik. Die Oberfläche der Tonkörper wird in grafischen Techniken gestaltet, wodurch der Bewegung der skulpturalen Form mit Farben, Linien, Flächen und Zonen eine weitere Dimension hinzugefügt wird.
Die Objekte sind aus weißem Steinzeug aufgebaut und handmodelliert. Anschließend werden auf die Oberflächen des Tonkörpers durch Bemalung, Ritzungen und Schüttungen verschiedene Engoben, Glasuren und Aufglasuren aufgebracht und diese dabei durch mehrere Brände geführt. Die endgültige Brenntemperatur von 1260 ⁰ C bewirkt die sanften Farben und eine hohe Bruchfestigkeit.
Manche Werke sind als Ensemble konzipiert und wirken daher besonders als Paar oder kleine Gruppe. Das Ensemble „1000 Gramm“ wurde zum Beispiel für die Ausstellung „1000 Gramm Ton“, München 2012, geschaffen und dort als zusammenhängende Installation präsentiert

BIO

Maria Baumgartner
geboren 1952 in Königswiesen, OÖ
1972 bis 1979 Studium an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz bei Günther Praschak
ab 1986 Lehrtätigkeit an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz
ab 1998 Dozentin an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz ab 2000 Professorin an der Kunstuniversität in Linz

Preise und Förderungen:
1976, 1978 Begabtenstipendium der Hochschule für Künstlerische und Industrielle Gestaltung Linz (heute: Kunstuniversität Linz)
1986 Talentförderungsprämie für Bildende Kunst des Landes OÖ
1991 Österreichischer Staatspreis für gestaltendes Handwerk. Wien
1993 Nagrada-Preis „Slavonski Brod“ (= Medaille New Positions), 4. Svetski Triennale Male Keramike (4. Triennale für Kleinkeramik), Zagreb
1998 Salzburger Keramikpreis (Staatspreis der Kunstsektion des BKA)

Ausstellungen (Auswahl):
1986 Porzellan, Skulpturen, Keramik, Galerie »L« im Heine-Haus (Hamburg) (mit Barbara Reisinger [Porzellan] und Nelly Sarmiento [Skulpturen])
1992 Maria Baumgartner – Keramik, Galerie im Museum Schloss Bruck (Lienz)
1992 Maria Baumgartner und Barbara Reisinger: Keramik, Galerie „L“ im Heine-Haus
(Hamburg) (mit Barbara Reisinger)
1993 Vasen und Farben, Galerie Felice Figl, Linz
1996 Landschaft, helle Tone, Galerie Ceramic Arts, Wien
1996 Arbeiten in Ton, Galerie im Looshaus, Wien (mit Barbara Reisinger)
2000 Keramische Objekte und Skulpturen, Kammerhof Galerie, Gmunden
2001 Ceramics: Serie Kasbah. Serie Drehungen. Orcas, Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck 2005 Maria Baumgartner: Neue keramische Werke, Galerie Felice Figl, Linz
2010 A Plentiful Portion – Keramische Objekte, Galerie Kulturkeller Schloss Dobersberg, Dobersberg NÖ
2015 Maria Baumgartner – Keramik aus 3 Jahrzehnten, Tage des offenen Ateliers in OÖ Atelier Maria Baumgartner, Puchenau